Besondere Zeiten

In einer Zeit, wo das Gewohnte, die Routine, an manchen Stellen durch Flexibilität, Zuversicht und Verantwortung zu ersetzen wäre, könnte die Arbeit mit der Alexandertechnik unterstützend sein. Ein liebevolles und persönliches Selbsttraining wäre durchaus sinnvoll. Es geht dabei um Würde und Präsenz, um das „Zuhause sein“ im eigenen Körper, um das Innehalten beim Umgang mit dem Ungewissen.

Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Die von euch, die gerade regelmäßig AT-Unterricht nehmen, können wie gewohnt weitermachen.
  • Die anderen könnten neu anfangen und schauen, was sie im Augenblick von der Alexandertechnik brauchen können, z.B. wie reagiere ich auf all die Reize um mich herum, sich dann aber auch fragen, wie möchte ich gerne reagieren, welche Entscheidungen sind nötig.
  • Manche interessieren sich vielleicht für konkrete Aktivitäten – jetzt in der gewonnenen Zeit zuhause, z.B.: Arbeit mit dem Computer oder Handy, müheloses Fenster putzen, mit den Kindern gut auf dem Boden sitzen usw.
  • Die anderen könnten an der körperorientierten Selbstregulation arbeiten wollen, wo der Vagus-Nerv eine große Rolle spielt und bestimmte Übungen sehr beruhigend und wohltuend sind.
  • Das Thema Sehen und Sein könnte sich anbieten – die beruhigende Wirkung des Sehens aus der Tiefe heraus zu erfahren und zu wissen, wie die Augen und damit auch wir selber entspannen können.
  • Die Acht Alexander, das Startritual für den Alltag oder die konstruktive Ruhelage könnte ich via Zoom mit euch üben. Ihr hättet danach eine Form, ein Prozedere zur Verfügung (auch schriftlich), in der die Prinzipien der Alexandertechnik bewusstwerden und zu spüren sind. Ihr könntet regelmäßig und selbstständig üben.
  • Die Tangotänzer*innen unter euch könnten eine andere Lernperspektive wählen: „Selbstverantwortlich zu tanzen bedeutet mehr als eine gute Tangotechnik; selbstbestimmt und selbstfürsorglich zu tanzen braucht eine gute Kenntnis der eigenen Reaktions- und Bewegungsmuster sowie der darunter schlummernden inneren Kräfte, die im Tanz zum Ausdruck gebracht werden möchten.“

Neben den üblichen Unterrichtszeiten von 50 Minuten, könnte ich mir auch 30 Minuten als eine sinnvolle Zeit vorstellen.

Schreibt mir oder ruft an, wir können sprechen und schauen, ob und was passend wäre. Auch die Online-Workshops könnten für die eine oder andere interessant sein.

Mögen wir alle zusammen diese besondere Zeit als eine Herausforderung nutzen.
Ich grüße euch von Herzen
Christine